So baust du eine Treueprogramm-App: Punkte, Stempel, Prämien und Einlösung
Eine Treueprogramm-App belohnt Stammkunden. Sie sammeln beim Einkauf Punkte oder Stempel und tauschen sie gegen Prämien ein. Zum Bauen brauchst du Kundenkonten, eine Möglichkeit für das Personal, Punkte oder Stempel direkt beim Kauf zu vergeben (meist durch Scannen des QR-Codes des Kunden), eine Liste der Prämien, einen Einlöseablauf, den das Personal bestätigt, und eine Historie jeder Änderung, damit den Kontoständen vertraut werden kann. Für die meisten kleinen Betriebe reicht eine handyfreundliche Web-App. Kunden müssen dafür nichts aus einem App Store installieren.
Zuerst das Modell wählen
| Modell | So funktioniert es | Passt zu |
|---|---|---|
| Stempelkarte | Ein Stempel pro Besuch oder Artikel, nach einer festen Anzahl eine Prämie | Cafés, Friseure, Autowaschanlagen, alles mit ähnlich teuren Besuchen |
| Punkte | Punkte pro Ausgabenbetrag, Prämien kosten unterschiedlich viele Punkte | Läden, Restaurants, Betriebe mit stark schwankenden Ausgaben |
| Stufen | Kunden steigen mit mehr Ausgaben in Stufen auf (etwa Silber, Gold) und erhalten laufende Vorteile | Betriebe mit häufigen Kunden und hohen Beträgen |
| Bezahlte Mitgliedschaft | Kunden zahlen eine Gebühr für laufende Vorteile | Betriebe mit treuen Stammkunden und klaren Vorteilen |
Starte mit dem einfachsten Modell, das passt. Eine digitale Stempelkarte lässt sich an einem Tag bauen und ist sofort verständlich. Stufen und bezahlte Mitgliedschaften bringen Regeln mit, die schwerer zu erklären und zu bauen sind. Ein bezahltes Programm ist eher eine Mitgliederseite.
Lege außerdem fest:
- Regeln für das Sammeln. Pro Besuch, pro Artikel oder pro Betrag? Sammeln auch reduziert gekaufte Artikel?
- Verfall. Verfallen Punkte oder Stempel, und wann? Prüfe die lokalen Verbraucherregeln, wenn du Prämien verfallen lässt.
- Prämien. Was können Kunden bekommen, und was kostet jede?
- Standorte. Ein Geschäft oder mehrere, die dasselbe Programm nutzen?
Was die App braucht
Daten
| Tabelle | Wichtige Felder |
|---|---|
| Kunden | Name, E-Mail oder Telefon, QR-Code-Token, beigetreten am, aktueller Stand |
| Transaktionen | Kunde, Art (sammeln, einlösen, korrigieren, verfallen), Punkte oder Stempel, Kaufbetrag, Mitarbeiter, Standort, erstellt am, Notiz |
| Prämien | Name, Kosten in Punkten oder Stempeln, aktiv ja/nein, Beschreibung |
| Personal | Name, Login, Standort, Rolle (Mitarbeiter, Leitung) |
| Standorte | Name, Adresse. Nur wenn du mehr als einen hast |
Die wichtigste Regel: Der Kontostand ist die Summe der Transaktionen. Lass niemals zu, dass ein Stand direkt überschrieben wird. Jedes Sammeln, Einlösen und jede Korrektur ist eine neue Zeile mit dem Namen des Mitarbeiters und einem Grund. Diese Historie erlaubt dir zu beantworten, warum jemand nur 40 Punkte hat, und Fehler oder Missbrauch zu erkennen.
Seiten
- Kundenseite: Anmeldung, eine Kartenseite mit QR-Code und aktuellem Stand oder aktuellen Stempeln, verfügbare Prämien und Verlauf.
- Personalseite: eine Scanner-Seite (die Kamera öffnet sich und scannt den Code des Kunden), dann „Stempel hinzufügen“ oder „Ausgabenbetrag eingeben“, und ein Einlöse-Button, der zeigt, welche Prämien sich der Kunde leisten kann.
- Leitungsseite: Kundenliste, Stand mit Begründung korrigieren, Prämien verwalten und ein einfacher Bericht über ausgegebene und eingelöste Punkte.
Berechtigungen
Kunden sehen nur ihre eigene Karte. Das Personal kann hinzufügen und einlösen, aber keine Historie löschen. Die Leitung kann Korrekturen vornehmen, immer mit einer Notiz. Aktionen des Personals brauchen einen Mitarbeiter-Login. Die Scanner-Seite darf nicht von jedem benutzt werden können, der die URL findet. Siehe Login in deine App einbauen.
Entscheidungen und Abwägungen
Wie sich Kunden ausweisen
- QR-Code auf dem Handy, den das Personal scannt. Schnell und schwer zu fälschen, wenn der Code ein zufälliges Token ist.
- Telefonnummer, die das Personal eintippt. Kein Handy nötig, aber leichter zu missbrauchen und zu Stoßzeiten langsamer.
- Physische Karte mit aufgedrucktem Code für Kunden, die kein Handy nutzen wollen.
Viele kleine Betriebe unterstützen QR-Code und Suche über die Telefonnummer.
Kundenkonten
Ein Passwort an der Theke abzufragen, tötet Anmeldungen. Eine Anmeldung nur mit Name und E-Mail oder Telefon, gefolgt von einem Anmeldelink, der später verschickt wird, ist deutlich leichter. Erhebe nur so viele persönliche Daten, wie du brauchst, und sag, wofür du sie nutzt.
Web-App oder native App
Eine Web-App öffnet sich über einen QR-Code am Tresen und lässt sich auf dem Startbildschirm speichern. Native Apps können Wallet-Pässe, Push-Benachrichtigungen und standortbasierte Hinweise bieten, bringen aber Kosten für den App Store, Prüfungen und Installationshürden mit. Unser Leitfaden zu handyfreundlichen Web-Apps behandelt diesen Abwägungsfall ausführlich.
Verbindung zur Kasse
Wenn dein Kassensystem eine Schnittstelle hat, können Punkte bei jedem Verkauf automatisch vergeben werden. Wenn nicht, trägt das Personal den Betrag in der Treue-App ein. Handeingabe ist bei wenig Betrieb in Ordnung, verlangsamt aber eine volle Schlange. Teste sie deshalb vor dem Start in deiner stärksten Stunde.
Ein erster Prompt, der funktioniert
Baue eine digitale Stempelkarten-Web-App für Bean There, ein Kaffeehaus mit zwei Standorten. Kunden melden sich mit Name und Telefonnummer an und erhalten eine Kartenseite mit QR-Code, ihren Stempeln (ein Raster mit 10 Feldern) und ihrem Verlauf. Jeder Kaffee bringt einen Stempel. Zehn Stempel ergeben ein Gratisgetränk, danach wird die Karte zurückgesetzt. Mitarbeitende melden sich an und nutzen eine Scanner-Seite, die die Handykamera öffnet, den QR-Code eines Kunden scannt und dessen Karte mit den Buttons „Stempel hinzufügen“ und „Gratisgetränk einlösen“ zeigt. Jeder Stempel und jede Einlösung wird als Transaktion mit Mitarbeiter, Standort und Uhrzeit gespeichert. Der Stand wird immer aus den Transaktionen berechnet. Die Leitung kann Stempel mit einer Pflichtbegründung korrigieren und sieht einen Wochenbericht über vergebene Stempel und eingelöste Getränke pro Standort. Handy zuerst, warmes Design, große Buttons für das Personal.
Bauschritte
- Kundenanmeldung und Kartenseite mit QR-Code.
- Mitarbeiter-Login und Scanner, der den Kunden findet und einen Stempel oder Punkte vergibt.
- Transaktionshistorie als Grundlage jedes Kontostands.
- Prämien und Einlösung, vom Personal bestätigt.
- Werkzeuge für die Leitung: Korrekturen mit Begründung, Prämienliste, Bericht.
- Verfallsregeln, falls vorhanden, und die Nachricht, die Kunden sehen.
- Materialien für die Theke: ein gedruckter QR-Code, der die Anmeldung öffnet.
- Am Tresen testen. Bei schlechtem Licht scannen, einen alten Code scannen, mit zu wenigen Punkten einlösen, zweimal schnell hintereinander Stempel hinzufügen.
Häufige Fehler
- Nur einen Stand speichern. Ohne Transaktionen lassen sich Fehler und Streitfälle nicht nachvollziehen.
- Scanner-Seite ohne Mitarbeiter-Login. Jeder könnte sich selbst Punkte gutschreiben.
- Erratbare QR-Codes, etwa die Kundennummer. Nutze ein langes zufälliges Token.
- Zu kompliziert zu erklären. Wenn das Personal das Programm nicht in einem Satz erklären kann, vereinfache es.
- Prämien, die mehr kosten, als sie bringen. Rechne vor dem Start die Kosten jeder Prämie aus.
- Kein Plan für verlorene Handys oder zusammengeführte Konten. Gib der Leitung eine Möglichkeit, Kunden zu suchen und einen Stand mit Notiz umzubuchen.
Wann ein fertiges Treueprodukt die bessere Wahl ist
Viele Kassensysteme bieten Treue als Zusatz an, der sich automatisch mit jedem Verkauf verbindet, ohne zusätzlichen Schritt für das Personal. Wenn deins das kann, ist das meist die einfachste Option. Es gibt außerdem eigenständige Treue-Apps und digitale Stempelkarten-Dienste für kleine Betriebe, manche mit Wallet-Pässen und Marketing-Nachrichten eingebaut.
Baue selbst, wenn deine Kasse keine Treue-Option hat oder mehr kostet, als das Programm wert ist, wenn du Prämien willst, die genau zu deinem Betrieb passen, wenn das Programm mit anderem verbunden sein soll, das du betreibst (Buchungen, Online-Bestellungen, ein Empfehlungsprogramm), oder wenn du die Kundenliste vollständig besitzen willst.
Mit Mythex bauen
Bei Mythex beschreibst du die Treue-App im Chat und probierst sie in der Live-Vorschau aus, auch in Handygröße. Der Agent legt eine eigene Postgres-Datenbank an, sobald Stempel und Transaktionen gespeichert werden müssen (oder du tippst /database). Dies ist eine handyfreundliche Web-App, die Kunden über einen QR-Code öffnen. Im Pro-Tarif kann Mythex sie außerdem als Android- und iPhone-App verpacken. Anmeldungen für Personal und Kunden fügst du mit deinem eigenen Authentifizierungsansatz hinzu (Rezept für Login). SMS- oder E-Mail-Nachrichten laufen über deinen eigenen Anbieter.
Als Inspiration eignet sich die Vorlage Website für Hundesalons. Sie enthält ein Treueprogramm neben Leistungen und Preisen.
Fragen
Punkte oder Stempelkarte: was ist besser?
Eine Stempelkarte (neun kaufen, den zehnten gratis) ist für Kunden leichter zu verstehen und passt zu Betrieben mit ähnlich teuren Besuchen, etwa Cafés und Friseure. Punkte passen zu Betrieben, in denen die Ausgaben stark schwanken, weil Prämien mit dem Einkaufsbetrag wachsen können.
Muss eine Treue-App im App Store stehen?
Nein. Eine handyfreundliche Web-App, die Kunden über einen QR-Code öffnen oder auf dem Startbildschirm speichern, funktioniert für viele kleine Betriebe gut und vermeidet Prüfungen im App Store und Installationshürden.
Wie fügt das Personal Punkte an der Kasse hinzu?
Meist zeigt der Kunde einen QR-Code aus seinem Konto, eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter scannt ihn mit einem Handy oder Tablet und gibt den Kaufbetrag ein oder vergibt einen Stempel. Aktionen des Personals sollten einen Mitarbeiter-Login verlangen.
Können Treuepunkte mit meiner Kasse verbunden werden?
Nur wenn dein Kassensystem dafür eine Schnittstelle oder Integration bietet. Sonst trägt das Personal Käufe von Hand in die Treue-App ein. Das ist bei wenigen Vorgängen in Ordnung, kostet aber zu Stoßzeiten einen zusätzlichen Schritt.